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IKEBANA


Ikebana (wörtlich „lebende Blume”) ist die Japanische Kunst des Blumenarrangierens. Sie wird auch Kado (wörtlich „Blumenweg”) genannt.

Ikebana, eine der traditionellen Künste Japans, ist über 600 Jahre alt. Aus dem buddhistischen Brauch der Blumenopfer hat sich die Blumenkunst entwickelt. In der Mitte des 15. Jahrhunderts, als die ersten klassischen Stile entstanden, wurde Ikebana zu einer Kunstform, unabhängig seiner religiösen Wurzeln erklärt, obwohl es weiterhin starke Symbolik und philosophische Interpretation beinhaltete. Die ersten Lehrer und Schüler waren Priester und Mitglieder des Adels. Im Verlauf der Zeit entstanden viele Schulen, die Stile wechselten und Ikebana wurde in allen Gesellschaftsschichten der Japanischen Bevölkerung praktiziert.

Die unterschiedlichen Ikebanaformen zeigen unabhängig von Zeitalter und Schule bestimmte gemeinsame Eigenschaften. Jedes Pflanzenmaterial wie Zweige, Blätter, Gräser, Moos und Früchte, können ebenso wie Blumen verwendet werden. Blätter, Fruchtstände und Knospen werden ebenso hoch bewertet, wie Blumen in voller Blüte. Während ein Arrangement mit nur einem Material oder mit vielen unterschiedlichen Materialien gestaltet werden kann, erfordert die Auswahl jedes Bestandteils ein geschultes Auge. Auch eine beträchtliche technische Fertigkeit ist Voraussetzung um ein Arrangement von solcher Schönheit zu gestalten, wie sie in der Natur nicht zu finden ist.

Die Unterschiede zwischen einfacher dekorativer Vorgehensweise und dem Gestalten eines Ikebana-Arrangement sind die asymmetrische Form und die Einbeziehung des „leeren” Raums als grundlegende Eigenschaften der Anordnung. Ein Gefühl für Harmonie zwischen den Materialien, dem Gefäß und dem Aufstellungsort ist ebenfalls entscheidend. Dies sind Eigenschaften des Japanischen Gefühls für Ästhetik, die Ikebana mit traditioneller Malerei, Japanischen Gärten, Architektur und Design gemein sind.